Zeichnung einer Regalwand
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Einleitung
Von Zeit zu Zeit erstelle ich zu privaten Zwecken technische Zeichnungen.
Früher hatte ich dazu ein DIN-A3-Zeichenbrett. Nachdem ich einige Jahre lang nichts
zu zeichnen hatte, verkaufte ich das Zeichenbrett auf einem Flohmarkt. Ich dachte mir,
wenn ich einmal wieder etwas zu zeichnen habe, kann ich mir ein einfaches Zeichenprogramm für
den PC besorgen.
Als später wirklich eine technische Zeichnung anstand, stellte es sich jedoch als großes
Problem heraus, ein wirklich einfaches Zeichenprogramm zu finden, das meinen Vorstellungen
gerecht wurde.
Die Programme waren entweder zu einfach oder zu komplex. Vor allen Dingen aber erfüllten sie
allesamt eine simple Anforderung von mir nicht:
Ich möchte in erster Linie ein paar Striche mit genau definierten Anfangs- und Endpunkten zeichnen.
Die übliche Art, in Zeichenprogrammen
etwas zu zeichnen besteht darin, mit Hilfe irgend welcher Mausaktionen Objekte wie Striche und
anderes zu definieren. Will man eine exakte Zeichnung erstellen, muss man in diesen Programmen
zuerst mit der Maus irgend ein Zeichnungsobjekt erstellen und anschließend auf mehr oder weniger
umständliche Art die exakten Eigenschaften (eben z.B. Anfangs- und Endpunkte bei Linien) definieren.
Im Laufe der vergangenen 10 Jahre habe ich immer wieder Versuche mit unterschiedlichen Zeichenprogrammen
gemacht und dabei gut und gerne 20 oder 30 unterschiedliche Programme ausprobiert und immer wieder
frustriert vom Rechner gelöscht.
Dabei hat ich die ganze Zeit über das richtige Programm auf meinem Rechner installiert: Microsoft Excel!
Die Excel-Lösung
Man nehme eine Exceltabelle, lege dort einige Grundeinstellungen fest und definiere eine Liste von Linien.
Anschließend schreibe man ca. 30 Zeilen Excel-VBA-Code und lasse diesen auf die Exceltabelle los. Fertig!
Anmerkungen
Ich will keinesfalls behaupten, dass meine Zeichenlösung mit Excel besonders toll oder sinnvoll ist.
Aber zumindest fand ich es sehr überraschend, dass es so einfach möglich ist, technische
Zeichnungen mit Excel zu erstellen.
Und wie gesagt für meine speziellen Ansprüche ist es die optimale Lösung. Außerdem war es für die
aktuelle Aufgabe - der Entwurf für zwei Regalwände in einer Dachgeschosswohnung - vollkommen ausreichend.
Schließlich: Ich könnte mir durchaus vorstellen - aufbauend auf meiner vorhandenen Lösung - mit
relativ einfachen Mitteln auch anspruchsvollere Zeichnungen zu erstellen. Z.B. indem man vordefinierte
Elemente wie gemusterte Hintergrundflächen oder Doppellinien (die z.B. eine Mauer oder ein Brett
repräsentieren) vorsieht oder perspektivische Zeichnungen erstellt. Ich könnte mir auch vorstellen,
dass man die Elemente aus einer vorhandenen Excel-Zeichnung (mit ihren Positionangaben, etc.) in eine
Tabelle übernimmt, damit man sie dort editieren kann um die angepasste Zeichnung anschließend neu
zu erstellen.
Aber wiederum: Für die akute Anforderung, die mich veranlasst hat, dies hier zu realisieren war
das nicht erforderlich und ich habe meinen Aufwand auf das notwendige Minimum beschränkt.
Ein Vorteil der Excellösung besteht in folgendem: Da die Positionen vieler Linien von einander
abhängig sind, muss man die Positionsangaben nicht für jede einzelne Linie festlegen. Statt dessen
kann man auf vorherige Maße verweisen und ggf. Offsets definieren, also so etwas schreiben wie:
'=D5' oder '=E5+18'.
Ein gravierender Nachteil der momentanen Lösung: Alle Linien (Zeichnungsobjekte) können
ausschließlich durch die Eingabe von Koordinaten definiert werden. Das macht zuweilen ein
gewisses Maß an 'Gehirnakrobatik' notwendig.
Für die konkret anstehende Zeichnung bestand ein weiterer Vorteil darin , dass ich die Maße für das
Holz meiner Regalwände aus den Definitionen für die Zeichnungselemente referenzieren konnte. Auf
diese Weise sind Rechen- oder andere Fehler bei der Übernahme der Maße ausgeschlossen.
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